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Spielekritiken

Hier findet ihr eine alphabetisch sortierte Liste meiner Spielekritiken. Zumeist handelt es sich dabei um Ersteindrücke und Impressionen zu diversen Spielen - beschrieben in zwei drei Sätzen plus Benotung.

Ausführliche Spielerezension sind mit dem Zusatz "Spielekritik" gekennzeichnet. Diese sind auch auf www.hall9000.de zu finden.

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Hab und Gut - Winning Moves 2008

Hab und Gut - Winning Moves 2008 Von Winning Moves kommt das optisch unscheinbare und mit einem verhöltnismäßig unattraktivem Thema ausgestattete Hab und Gut. Jeweils zwei benachbarte Spieler teilen sich eine Auswahl aus 8 Spielkarten. Mithilfe der Karten beeinflusst man die Kurse der verschiedenen Warensorten. Jeder Spieler verfügt also nur über einen Teil der Informationen. Dazu kommt, dass nicht alle Karten im Spiel sind. Zuerst kann man bis zu 3 Anteile kaufen oder verkaufen, dann werden die Kurse manipuliert und am Ende einer Runde darf man einen Anteilsschein an die Kirche spenden. Das Verzwickte: es werden zwar alle verfügbaren Manipulationskarten gespielt, allerdings muss man von je zwei Karten stets einen Wert halbieren - ein schönes Dilemma. Bei Spielende zählt der Wert der eigenen Anteile und das eingenommene Geld, allerdings fliegt der Spieler raus, der am wenigsten gespendet hat (ganz in Kleopatra und die Baumeister-Manier oder aktuell: "Livingstone"). Bei einer Zwischenwertung erfährt man, wo man in etwa steht.
Ich muss sagen, Hab und Gut konnte sehr positiv überraschen. So viel Spielspaß steckt in der optisch recht langweiligen Schachtel. Es kribbelt bei jeder Einflusskarte, die gespielt wird. Bekomme ich überhaupt noch einen der potenziell wertvollsten Anteilsscheine? Hier empfiehlt sich den Kauf auf zwei Anteile derselben Sorte zu beschränken, denn sonst schaut der hintensitzende Spieler in die Röhre. Antizyklisch Agieren kann auch eine Erfolgstaktik sein: Ich verkaufe, wenn andere noch am Kaufen sind und bin dann flexibler - die richtigen Einflusskarten vorausgesetzt. Zu fünft ist der Einfluss zwar geringer als zum Beispiel zu dritt, dafür ist auch die Chance höher, dass das gespendete Geld einem nicht den Garaus macht.
Sehr schön!

 

Hanabi - Abacus 2012

Hanabi - Abacus 2013 Wir sehen nur die Handkarten der Mitspieler. Durch das Geben von Hinweisen zu Farbe oder Wert einzelner Karten bzw. Kartengruppen sollten die Mitspieler in der Lage sein die Karten aufsteigend abzulegen. Jeder Fehler wird bestraft und beim dritten Fehler oder wenn das Deck durchgespielt ist, ist Schluss. Erreichte Punkte entscheiden darüber, wie gut die Gruppe war.
Ein Kartenspiel als Spiel der Jahres 2013. Vor allem, weil Hanabi sehr originell daher kommt. Etwas Merkfähigkeit und Kombiniergabe ist gefragt, aber nicht zu viel, dass auch Einsteiger Erfolge feiern können. Das macht Spaß und bricht mit üblichen Mustern von kooperativen Spielen. Nach dem anthrazitfarbenem Preis von 7 Wonders nun der Hauptpreis für diesen Autoren-shootigstar.

 

Hansa - Abacus 2004

Hansa - Abacus 2004 Ein sehr gutes, spannendes Spiel, mit recht einfachen Regeln, die aber sehr viele Optionen und Entscheidungen zulassen. Hier passt wirklich alles (das variable Spielende, die Spannung, ob ich meine Waren durchbringe und der ständige Zwang die richtige Aktion in der richtigen Stadt zu machen). Auch zu zweit sehr gut spielbar und sogar noch taktischer.

 

Hansa Teutonica - Argentum 2009

Hansa Teutonica - Argentum 2009 Der Plan zeigt die Karte von Mitteldeutschland mit ihren wichtigsten Städten, sowie Straßenverbindungen. Jeder Spieler besitzt ein eigenes Entwicklungstableau, auf dem die aktuelle Entwicklungsstufe in verschiedenen Bereichen angezeigt wird. Um im Spiel voranzukommen, muss man seine Einflusssteine auf den Straßen platzieren und eine Wegverbindung wenn möglich komplett belegen. Dann kann man bei einer Wertung einen wertvollen Platz in einer der angeschlossenen Städte bekommen oder je nachdem um welche Straße es sich handelt auch eine bestimmte Entwicklung vorantreiben: Mehr Steine in seinen persönlichen Vorrat holen, mehr Aktionen ausführen dürfen, mehr Steine versetzen oder einen höherwertigen Platz in einer Stadt besetzen. All das kann wichtig sein, allerdings bringt Entwicklung alleine noch keine Punkte. Hier gilt es das Umdenken nicht zu verpassen und das Spielende im Auge zu behalten. Um bestimmte Straßen zu komplettieren kann man Gegenspieler auch verdrängen, allerdings sind diese nicht gänzlich gestraft, sie können sofort eine andere angeschlossene Straße belegen und bekommen dazu sogar noch einen Extrastein aus dem allgemeinen Vorrat. Sonderaktionsplättchen an manchen Verbindungen sind weiteres Salz in der Suppe.
Mit Hansa Teutonica tritt der Argentum Verlag endlich aus dem Schatten durchschnittlicher Verleger, denn Hansa Teutonica ist zu einem vielbeachteten Kracher geworden. Das Spiel macht Spaß, ohne allzu grüblerisch zu sein und bietet dabei intensivste Interaktion – klasse! Einzig die "unaufdringliche" Optik schreit nicht unbedingt: "spiel mich"!

 

Hart an der Grenze - Kosmos 2006

Hart an der Grenze - Kosmos 2006 Das Thema Waren schmuggeln ist schon mal sehr cool. Auch die Aufmachung mit den wunderhübschen Metallköfferchen ist spitzenmäßig. Dagegen sind die Geldscheine ein wenig unhandlich geraten. Das Spiel selbst benötigt eine Kommunikationsfreudige Spielrunde um Spaß zu machen - dann aber hat man gewaltigen Spaß. Mir liegt diese Art von Spiel nicht sooo sonderlich, habe aber mit den richtigen Leuten bereits zugegebenermaßen viel Spaß gehabt. Für den Spielablauf ist diese Materialflut (so schön sie sein mag) völlig überzogen. Es wäre genauso gut als reines Kartenspiel (zu maximal dem halben Preis) machbar gewesen.

 

Hattari - Moonster Games 2011

18.01.2012

Hattari - Moonster Games 2011 Hierbei handelt es sich um ein Deduktionsspiel mit einem großen Bluff-Faktor. Die raffinierte Wertung sorgt dafür, dass man quasi bluffen muss, um gewinnen zu können. Das macht den Reiz des Spiels aus.
Es geht darum in jeder Runde den Mörder zu finden in Form von verdeckten Plättchen mit aufsteigenden Punktwerten. Man schaut sich 2 der 3 ausliegenden Personen an und gibt dann einen Tipp ab, welcher die höchste Zahl zeigt (= Mörder). Es sei denn, die 5 ist unter den dreien, dann ist die niedrigste Zahl der Mörder. Vorab sieht jeder Spieler bereits 2 der Personen, dass man nicht ganz im Dunkeln tappt.
Mit Hattari liegt ein sehr unscheinbares Spiel auf dem Tisch, das zunächst wenig Aufforderungscharakter besitzt. Wer sich dann aber doch entschließt, sich dem Spiel hinzugeben, wird mit einem feinen raffinierten Spiel belohnt, das ohne Schnickschnack und ohne Materialwut auskommt.
Den ganzen Spaß entfaltet Hattari zu viert, denn man bringt hier seine Bluffs eher einmal durch. Fast schon ein Geheimtipp und somit gute 4 Sterne.

 

Havanna - Eggertspiele 2009

Havanna - Eggertspiele 2009 Thematisch und optisch orientiert sich Havanna an Cuba. Jeder Spieler verfügt über den gleichen Satz Handkarten. Die 10 Charaktere haben unterschiedliche Funktionen und sind auch durchnumeriert.
Im ersten Durchgang spielt man zwei davon, später überdeckt man mit einer neuen Karte eine der alten Karten. Durch die Werte auf den Karten ergibt sich direkt die Spielreihenfolge. Aber worum geht's? Es gilt verschiedene Rohstoffe, Geld und Arbeiter zu gewinnen, um Gebäudeplättchen aus der Auslage zu bauen. Die einzelnen Funktionen der Charaktere sind sehr tricky und können die Spielplanungen gehörig durcheinanderwirbeln. Da wird einmal ein Gebäude aus der Tischmitte entfernt, dann wieder werden Rohstoffe oder Geld gestohlen, oder sogar Siesta gehalten, um in der Reihenfolge ganz vorne zu sein.
Für meinen Geschmack ist das Ganze ziemlich beliebig und kann das Spiel wenn destruktiv gespielt wird dem Ende kein Stück näher bringen. Mitunter unterhält Havanna zwar eine halbe Stunde recht gut, allerdings sinkt der Wiederspielreiz sehr schnell auf ein Minimum. Das nächste Mal bitte ohne mich.

 

Havoc - The Hundred Years War - Sunriver Games 2005

Havoc - The Hundred Years War - Sunriver Games 2005 Tja - wenn ich gewusst hätte, welches Spieljuwel mir hier durch die Lappen geht und wie schwer das Teil zu bekommen ist... dann hätte ich natürlich in Essen zugeschlagen. Wer konnte denn so etwas ahnen! Ein Kartenspiel mit total aufgesetztem Thema - eigentlich sind es Karten mit Werten und Farben und es gilt in Pokermanier ein gutes Blatt zusammen zu sammeln. Wenn es darauf ankommt gilt es sein Blatt mit anderen zu vergleichen und dadurch Siegpunkte (every one loves victory points!) einzustreichen. Ich werde meine Fühler ausstrecken dieses schöne Spiel mein eigen nennen zu können.

 

Hawaii - Hans im Glück 2011

Hawaii - Hans im Glück 2011 Wir bewegen uns auf der Insel, dazu benötigen wir die aus Pantheon bekannten Füße. Auf den Feldern bekommen wir neue Gebäude, Punktaufwertungen, besseres Einkommen und und und. Daneben können wir noch Boote losschicken, um ebenfalls Punkte und Verbesserungen abzugreifen.
Der Pappwinkel der persönlichen Auslage erinnert etwas an Wikinger vom gleichen Verlag, aber das Spiel selbst hat damit nichts gemein. Es bieten sich viele Möglichkeiten immer wieder während des Spiels Punkte zu machen und ob man am Ende auf wenige lange Dorfreihen oder viele kurze setzt, das kann beides funktionieren.
Hawaii bietet viele Möglichkeiten und ist vor allem durch den sehr Variablen Startaufbau immer wieder interessant. Besonders innovativ und thematisch ist das Spiel zwar nicht, aber es macht Spaß so man Lust am Planen und Optimieren hat. Wer beim Wort "Optimieren" jetzt an ewige Grübelorgien denkt, der kann beruhigt sein: die Aktionen sind sehr schnell und kurz, sodass man keine lange Wartezeit zu überbrücken hat.

 

Helvetia - Kosmos 2011

Helvetia - Kosmos 2011 Runde für Runde versuchen wir neue Gebäude in unserem Dorf zu errichten, neue Bürger zu gebären und eventuell noch in Nachbardörfern einzuheiraten.
Wie oft man eine Aktion ausführen darf ist von der Anzahl der Münzen abhängig, die man dafür einsetzt (maximal 6). Am Ende einer Runde zählt jeder seine Punke, aber man addiert sie nicht, sondern muss für's Spielende die nötigen 20 Punkte auf einen Schlag erreichen.
Neben Gebäuden gibt es noch diverse andere Möglichkeiten an Punkte zu kommen, vor allem durch Liefern von (hochwertigen) Waren an den Markt.
Helvetia besticht durch einen schönen „flow“ ohne lange Wartezeiten. Vor allem das Ende einer Runde kann überraschend schnell kommen und einem die geplanten Aktionen versagen, genau wie das Spielende plötzlich kommen kann – hier ist gutes Beobachten angesagt.
Helvetia ist ein Arbeitereinsetzspiel, wie es sie mittlerweile viele gibt, allerdings wurde es um mehrere Dimensionen erweitert und mit einem sympathischen Thema um die Käufergunst buhlt. Trotzdem kommt es über ein gutes „Solide“ nicht hinaus.

 

Hermagor - Mind the Move 2006

Hermagor - Mind the Move 2006 Die letzten beiden Jahre erfreute uns dieser italienische Kleinverlag stets mit hochklassigen Veröffentlichungen, die stets zu den besten ihres Jahrgangs gehörten. Hermagor kann dann auch zum ersten mal mit einem "fertigen" Spieldesign zum fairen Preis aufwarten. Das Thema wirkt sehr aufgesetzt und kann nicht wirklich in eine andere Welt entführen, allerdings sind die Wege zum Sieg so vielfältig, dass es einiges zu entdecken und zum Ausprobieren gibt. Die Mechanismen sind allesamt perfekt miteinander verwoben und so bietet sich ein Spielvergnügen fast ohne Gleichen.  Für mich ist Hermagor von allen bisher gespielten Neuheiten 2006 möglicherweise die beste. Mal sehen, ob die Euphorie nach mehreren Partien auf diesem Level gehalten wird.

 

Himalaya - Tilsit 2005

Himalaya - Tilsit 2005 Originelles Thema, wenn auch der Spielpan gute Übersicht verhindert. Sehr spannend ist vor allem zu viert die Schlusswertung, bei der es verschiedene Ausscheidungskriterien gibt, bis schließlich nur noch ein Spieler übrig bleibt und dieser der Sieger ist. Leider findet diese nervenzerfetzende Wertung nur im 4er Spiel statt, deshalb kann ich Himalaya nicht unbedingt zu dritt empfehlen, da hier einiges an Spielspaß verloren geht.

 

Horus - Amigo 2008

Horus - Amigo 2008 Aus einem Beutel werden Plättchen gezogen und damit die Startauslage (aus drei Plättchen) erweitert. Danach spielt man jedes mal eine Handkarte aus, die ein weiteres Plättchen ins Spiel bringt und zudem erlaubt, einen Stein zu platzieren.
Am Ende geht es darum in den einzelnen Plättchengruppen (gleiche Landschaftsart) die meisten Steine zu besitzen und somit die Punkte dafür abzugreifen. Elemente von Carcassonne sind vorhanden - vor allem das zusammenführen von Landschaften vermittelt ein sehr ähnliches Spielgefühl. Leider lässt sich nicht wirklich viel taktieren, denn bei 3 oder 4 Spielern passiert einfach zu viel, bis man wieder an der Reihe ist. Zu zweit könnte ich mir das durchaus reizvoll vorstellen, wenngleich das Spiel schon sehr trocken und abstrakt daherkommt. Da hilft auch keine "Menzel"-Grafik auf dem Schachtelcover. Dem Verlag ist hier wohl das Geld ausgegangen, denn für die Optik des Spielmaterials ist ein anderer Grafiker zuständig gewesen. Mehr als sehr biedere und durchschnittliche Spielekost wird hier nicht geboten.

 

Hotel Samoa - White Goblin Games 2010

Hotel Samoa - White Goblin Games 2010 12 Koffer werden auf dem Tisch ausgelegt. Diese geben vor, wann welche Touristen ins Spiel kommen. Da überrennen uns zum Beispiel Japaner, Deutsche, Briten oder Norweger. Jede Runde gibt es eine bestimmte Zahl an Touristen dieser Nation, die verschiedene Vorteile bieten können. Die Spieler verfügen über ein Hotel mit ein paar Zimmern – dort sollen die Touristen Platz finden. Jede Runde gibt es außerdem 1 oder 2 besondere Plättchen zu erwerben (ein Pool, ein Luxuszimmer oder eine Sonderfähigkeit). Alle Spieler wählen gleichzeitig eine ihrer Handkarten aus und decken gleichzeitig auf. Die Zahlen geben einerseits das Gebot an, zu dem ein Plättchen gekauft werden kann und andererseits das Einkommen, das neue Touristen dem Spieler bringen. Das gemeine dabei ist: man muss hoch bieten, um ein Plättchen zu bekommen (aber dann auch teuer bezahlen) andererseits wollen die Touristen natürlich möglichst billig übernachten.
Man kann wie bei allen "blind bidding"-Spielen natürlich viele Überlegungen anstellen, aber ob jemand, der jede Runde zufällig eine Karte wählt soviel schlechter abschneidet, wage ich zu bezweifeln.
Man muss einfach Glück haben und im richtigen Moment seine Betten an gut zählende Touristen loswerden, dann hat man schon fast gewonnen.
Ein weiteres Problem des Spiels ist der abfallende Spannungsbogen. Gegen Ende kommt es nur noch auf die Touristen an, weil keine Plättchen mehr zu Auswahl stehen und auch keinen Sinn mehr machen würden. Leider ist So Hotel Samoa nicht ganz zu Ende gedacht und kommt über Mittelmaß nicht hinaus.

 

Ice Flow - Ludorum Games 2007

Ice Flow - Ludorum Games 2007 Bei Ice Flow ist einerseits Ressourcenmanagement und andererseits geschicktes Bewegen gefragt. Mit Seilen gelangt man über brüchige Eisschollen, mit Fischen kann man über Wasserfelder gelangen. Wer zuerst seine 3 Personen über die Beringstraße befördert hat gewinnt das Spiel.
Das Material ist hervorragend gestaltet, leider sind die Bruchkanten der Eisschollen nicht immer sofort zu erkennen, aber sonst gibt es nichts auszusetzen.
Mit Fortdauer des Spieles wird es fast unmöglich an Seile zu kommen, sodaß man möglicherweise mehrere Runden keine vernünftigen Züge machen kann. Klar - blöd gespielt könnte man jetzt sagen, aber dem Spielspaß ist so etwas weniger zuträglich.
Für ein lockeres Familienspiel ist Ice Flow zu verkopft und für Taktiker bietet es zu wenig "Fleisch", um dauerhaft die Chance auf Einsatzzeit zu erhalten.
Also ein Spiel ohne echte Zielgruppe

 

If wishes were fishes - Rio Grande Games 2007

If wishes were fishes - Rio Grande Games 2007 Schon der Titel ist ein Brüller und dann erst die Gummiwürmer... klasse! Es geht darum Karten (Fische) zu nehmen (fangen) und diese entweder zu verkaufen, oder sie wieder zurück ins Wasser zu werfen. Dann darf man die Sonderaktion der Karte nutzen (man bekommt einen Wunsch erfüllt). Es entwickelt sich ein schnelles, spannendes Spiel und das Ende kommt eher, als man zunächst annehmen wird. Ein sehr schönes und witziges Spiel, wenn es mal etwas leichtere Kost sein darf.

 

Im Jahr des Drachen - Alea 2007

Im Jahr des Drachen - Alea 2007 Der Nachfolger von Notre Dame ist wirklich ein sehr grausames Spiel im Sinne von negativen Ereignissen, denen man Runde um Runde begegnen muss. Waren es bei Notre Dame "nur" die Ratten, ist es jetzt Dürre, Krankheit, Tribut für den Kaiser und Ähnliches. Es ist eigentlich unmöglich allen Ereignissen zu trotzen. Die Kunst liegt darin zu erkennen, welche Ereignisse ich mir "gefallen" lasse um dadurch eine Aktion punktebringend für mich einsetzen zu können. Ein weiterer Clou des Spiels ist die Spielreihenfolge: Dazu gibt es eine eigene Leiste. Wer sich starke Personen in die Paläste holt, kommt hier nur schwer vorwärts. Wer sich schwache Personen holt, wird auf der Leiste für die Spielreihenfolge früh an der Reihe sein, allerdings kann er nicht so sehr von seinen Personen profitieren. Eine schwere Entscheidung!
Im Jahr des Drachen ist leider nicht besonders schön geraten und sicher mögen viele Leute dieses negative feeling nicht. Ich finde es ziemlich klasse!

 

Indigo - Ravensburger 2012

Indigo - Ravensburger 2012 Man legt ein Wegplättchen und bewegt einen Edelstein, der sich an dem Weg befindet auf das neue Plättchen. Ziel ist es, möglichst viele Edelsteine durch ein eigenes Tor zu befördern. Manche Tore (zu viert sogar alle) teilt man sich mit einem Mitspieler. Zumeist ist es so kaum zu schaffen ohne Mithilfe einen Edelstein wie gewünscht zu bewegen.
Es empfiehlt sich sofort mit der Expertenregel zu spielen, dass jeder Spieler immer 2 Wegeplättchen hält und eines auswählen darf. Eine Regel im Ablauf sorgt dafür, dass der potenziell letzte Edelstein der wertvollste ist.
Man fühlt sich gleich an Tsuro oder Metro erinnert, doch Indigo besitzt trotzdem Eigenständigkeit. Die Regeln erschließen sich sehr schnell und so kann auch gleich losgespielt werden. Vor allem mit 4 Spielern scheint Indigo die beste Wahl zu sein, denn hier muss man zwingend mit allen Spielern im Wechsel koalieren. Klar, dass sich der Einfluss sehr in Grenzen hält, aber das verlangt auch die Zielgruppe, sodass diese mit Indigo gut bedient werden. Arrivierte Spieler werden kaum mehr als wenige Partien verlangen.

 

Industria - Queen Games 2003

Industria - Queen Games 2003 Ein sehr feines Spiel, das leider ziemlich unbeachtet untergegangen ist. Geld ist ein sehr knappes Gut, auch wenn man mal fast darin schwimmt, so ändert sich das nur zu schnell. Die "Versteigerung" wird hier oft kritisiert, aber ich mag es wenn es nicht zigmal rum geht, sondern jeder nur ein Gebot hat. Irgendwie ist man stets hin- und hergerissen ob man lieber Gebäudeketten errichten, auf die Bonussymbolpunkte aus sein, oder Technologiepunkte machen soll. Irgendwie ist alles wichtig und kann den Sieg bedeuten.

 

Intrigo - Hazgaard Editions 2010

Intrigo - Hazgaard Editions 2010 Wir repräsentieren eine Adelsfamilie in Venedig und versuchen mit unseren Karten die Nachbarorte so zu beeinflussen, dass wir dafür Gold, oder bestimmte Gegenstände erhalten. Die Orte liegen in einem Rundkurs aus. Zwischen zwei Orte passt immer ein Adliger. Besondere Adlige erlauben ziemlich dreiste Aktionen, das kostet allerdings und wird später immer teurer.
Gewinner ist, wer jeden Gegenstand einmal oder einen Gegenstand 4 Mal sammeln konnte. Den Anfang einer Runde macht ein Draft-Mechanismus (eine Karte behalten und die anderen weitergeben, bis jeder 4 Karten hält). Dann werden diese Karten reihum ausgespielt.
Bei nur 4 Karten spielt sich ein Durchgang erfrischend schnell, wobei gerade zum Ende hin reichlich Überlegungen anzustellen sind. Dadurch, dass Gold ein knappes Gut ist, gestaltet sich der Einsatz von Sonderkarten nicht zu chaotisch. Zudem sind die Plätze limitiert und wer Sonderkarten legt, verzichtet auf das Legen einer regulären Karte – ein schönes Dilemma.
Gerade gegen Spielende muss man höllisch aufpassen, wer kurz davor steht zu gewinnen – meist sind das gleich mehrere Spieler. Der Raum zum Taktieren ist gegeben, allerdings können die richtigen Karten zur rechten Zeit auch schon mal das Spiel entscheiden.
Intrigo ist erfrischend anders und deshalb eine Empfehlung wert. Ob der Dauerspielspaß erhalten bleibt, vermag ich allerdings etwas anzuzweifeln.

 

Islas Canarias - Clementoni 2009

Islas Canarias - Clementoni 2009 Clementoni sind bisher nicht unbedingt durch hervorragende Spiele aufgefallen und so hält sich auch bei Islas Canarias die Erwartungshaltung in Grenzen. Die Grafik wurde einmal mehr von Matthias Catrein gestaltet... der Junge scheint sich vor Aufträgen kaum retten zu können!
Worum geht’s? Jeder Spieler verfügt über eine individuelle, hübsche kleine Ablagetafel. Darauf befinden sich Felder, die alle bestimmte Eigenschaften besitzen: benachbart zum Meer, zu Gebirge, zum Weg, zum Fluss... Die Karten zeigen bestimmte Personen, die nach ihren Vorlieben ein Gebäude errichten wollen. Davon haben wir mehrere auf der Hand. Jede Runde ziehen wir 2 Karten, dürfen eine ausspielen und eine andere in einen Kartenpool geben. Das Ausspielen erlaubt den Bau einer bestimmten Hütte. Zwei Hütten dergleichen Farbe werden zu einem Palast zusammengefasst, drei Stück sogar zu einer Stadt.
Nach einem Durchgang werden ein paar Karten aus dem Pool aufgedeckt und ein Spieler, der dem Wunsch der Person am besten entspricht, erhält ein bestimmtes Gebäude geschenkt. Dieser Mechanismus belohnt eher denjenigen, der wenig besitzt - raffiniert! Dazu gibt es auch noch Ereigniskärtchen, die Vorteile bringen, aber den Besitzer wechseln können. Schluss ist, wenn ein Spieler 19 Punkte vorweisen kann. Danach wird noch eine Runde gespielt – es sind also durchaus noch Verschiebungen drin.
Auf der einen Seite haben wir den oben erwähnten schönen Mechanismus und das raffinierte Abgeben der richtigen Karte in den Pool und auf der anderen Seite ein abstruses Thema auf ein eigentlich themenloses Spiel, das sich emotionslos entwickelt und dem die Seele fehlt. Clementoni schaffen es auch dieses mal nicht aus dem Veröffentlichungsberg positiv aufzufallen.

 

It's Alive - Reiver Games 2007

It's Alive - Reiver Games 2007 Vom neuen ambitionierten Englischen Kleinverlag Reiver Games kommt dieses makaber anmutende Spiel. Die Spieler müssen 8 verschiedene Leichenteile zusammenbekommen und dann rufen "Its Alive!" - Das Frankensteinmonster natürlich. Es gibt einen Stapel mit den Leichenteilen. Ein Spieler an der Reihe deckt die oberste Karte auf und entscheidet, ob er sie selbst kauft (jede Karte hat einen aufgedruckten Wert), in seinen Friedhof legt (dann erhält er den halben Wert von der Bank ausgezahlt) oder versteigert. Hier gibt es nur eine Versteigerungsrunde und das höchste Gebot bekommt das Teil vom Versteigerer. Als Variante lässt sich am Ende die Monster nach ihrem Wert vergleichen.
Das Thema ist stimmungsvoll umgesetzt und kann den morbiden Spieler erfreuen. Das Spiel selbst plätschert dann ziemlich belanglos dahin. Meist wird man sein Teil versteigern, weil das lukrativer ist... Nach gut 30 Minuten sind die Spieler dann erlöst, denn außer dem Versteigerungsmechanismus kommt nur wenig Spaß auf... schade

 

Jäger und Sammler - Amigo 2010

Jäger und Sammler - Amigo 2010 Mit Jäger und Sammler (nicht zu verwechseln mit Carcassonne - Die Jäger und Sammler) liegt wieder einmal ein Spiel von Reiner Knizia vor uns.
In einer Sommer- und Winterphase bewegen wir unsere Leute jeweils über den Plan und sammeln Gegenstände ein, die uns am Ende Punkte bringen sollen. Dazwischen kann man noch Waffen aufsammeln, mit denen man die lukrativen Mammuts erlegen kann. Manche Gegenstände haben einen festen Wert, andere dagegen sollte man in größerer Zahl sammeln, denn das kann beträchtliche Punkte geben. Die genommenen Plättchen verkleinern nach und nach den Aktionsradius der Spieler.
Nicht zu Unrecht wurde Jäger und Sammler schon mit Packeis am Pol verglichen. Auch dort versucht man durch geschicktes Abschneiden der Wege die Gegner zugunfähig zu machen und ihnen den Weg zu lukrativen Plättchen zu verstellen. Was aber bei Packeis am Pol schnörkellos genial einfach ist, wirkt hier sehr konstruiert und familiengerecht glattgebügelt. Irgendeinen Ausweg gibt es meist durch eine Höhle oder über feststehendes Gebirge. So befriedigen die Jäger und Sammler zwar ein Grundbedürfnis fast jeden Spielers (das Sammeln von Gegenständen), doch schon eine Wiederholungspartie lässt den Langeweilefaktor steigen, was alles über den Langzeitspielspaß aussagt.

 

Jantaris - Czech Board Games 2007

Jantaris - Czech Board Games 2007 Im  Jahr zuvor überzeugte der Verlag mit Through the Ages und weckte so natürlich das Interesse der Kundschaft. Bei Jantaris geht es darum mithilfe von Einflusspöppeln Mehrheiten in verschiedenen Gebieten zu bekommen um dadurch Auftragskarten, die Siegpunkte bringen abzugreifen, was nur sehr sehr schwer zu bewerkstelligen ist. Daneben gibt es noch Klötze in 2 verschiedenen Farben (Rohstoffen) mit denen man Karten ersteigert, die ebenfalls Punkte sowie andere Vorteile geben. Die Aktionen ergeben sich allerdings erst, nachdem alle Spieler gleichzeitig ihre Aktionskarte gespielt haben. Je nachdem wie oft die einzelne Karte dann in der Runde vorkommt ändert sich das gewünschte Ereignis.
Man vermag sich vorzustellen, dass der Einfluss dadurch gen Null geht und es ein zähes Ringen um jeden einzelnen Punkt gibt, das  sich leicht über 2 Stunden ziehen kann. Ziemlicher Flop!

 

Jenseits von Theben - Queen Games 2007

Jenseits von Theben - Queen Games 2007 Im Vorjahr bereits im Eigenverlag erschienen beschert uns nun Queen Games dieses Spiel in höherer Auflage. Jenseits von Theben spaltet die Spielerfraktion wie kaum ein anderes Spiel aus dem aktuellen Jahrgang. Einerseits ist das Thema hervorragend und atmosphärisch umgesetzt und der Mechanismus mit dem Zeitstein wirklich innovativ, andererseits kann einem das Pech dermaßen das Spiel versauen… spätestens wenn man das erste Mal von 10 Schatzplättchen nur 2 Minifundstücke aushebt senken sich die Mundwinkel recht schnell.
Zu Befallsstürmen riss mich das Spiel nicht hin.

 

K2 - Rebel 2010

K2 - Rebel 2010 Die Spieler verfügen über zwei Expeditionsteilnehmer, die sie über Handkarten bewegen und ihre Ausdauer erhöhen können. Wetterkarten sorgen für Modifikationen, allerdings ist immer eingewisses Maß an Tagen vorhersehbar. Ein kleiner Unsicherheitsfaktor bieten Negativplättchen, die der Spieler treffen, der die wertvollsten Karten in einer Runde ausgespielt hat. Man kann zusätzlich ein Zelt errichten, um sich besser zu akklimatisieren. Mit das wichtigste Element sind die Blockaden: es darf immer nur eine bestimmte Anzahl Expeditionsteilnehmer auf einem Feld stehen. Hier muss man zum einen das Mitspielerchaos und zum anderen die Spielreihenfolge bedenken.
Für den Spielsieg ist es wohl wichtig, mit beiden Leuten weit oben im Spiel zu bleiben, aber wenn die Spieler viel wagen, kann durchaus jedem ein Expeditionsteilnehmer verloren gehen. Sehr spannend und wirklich gut, thematisch umgesetzt gibt K2 einen hohen Standard für Bergsteiger- und Expeditionsspiele vor. Bleibt abzuwarten, ob die Langzeitmotivation hält, den K2 öfter zu besteigen, aber mit den verschärften Wetterkarten hat man Variabilität im Spiel. Attraktive Mechanismen UND kurze Spieldauer bei guter thematischer Umsetzung, das sind Variablen, die man nur in wenigen Spielen findet.

 

Kaispeicher - Eggertspiele 2012

Kaispeicher - Eggertspiele 2012 Die Erweiterung zu der Speicherstadt fügt eine weitere Möglichkeit hinzu an Karten zu gelangen: aus einer Kartenreihe kann man nun eine auswählen und mit seiner Figur besetzen. Man zählt dann am Rundenende soviel Geld, wie reservierte Karten in der Reihe liegen. Auch hier wird es für den späteren Spieler günstiger, allerdings hatte er auch eine kleinere Kartenauswahl.
Die Speicherstadt punktet vor allem durch ihre kurze Spielzeit und das schlanke System. Das alles macht der Kaispeicher zunichte. Wir haben jetzt eine ausufernde Spielzeit bei marginalem Spielmehrwert. Für die Spieldauer fehlt es doch an Spieltiefe.

 

Kaivai - Pfifficus Spiele 2005

Kaivai - Pfifficus Spiele 2005 Ein recht komplexes Spiel, bei dem wir uns sehr schwer taten mit dem Erarbeiten des Regelwerkes. Man ist bequem geworden und lässt sich meistens nur noch die Spiele erklären. So verwunderte es auch nicht dass wir das Spiel erst nach 3 Stunden beendet hatten. Es entwickelte sich sehr seltsam, was wohl damit zusammen hing dass wir am Anfang ziemlich lausige Spielzüge fabrizierten. Ein recht durchwachsenes Spiel, das aber durchaus Potenzial hat und noch einmal gespielt werden muss. Leider ist der Zugang nicht einfach und so stellt sich die Frage, ob man bereit ist sich das Spiel überhaupt zu "erarbeiten".

 

Kakerlakak - Ravensburger 2013

Kakerlakak - Ravensburger 2013 Die Spielschachtel wird zum Spielfeld umfunktioniert. Darauf befinden sich Wege, die mittels beweglicher “Tore” variabel gestaltet werden können. Der Clou allerdings, ist ein sich vibrierendes Insekt, das sich auf dem glatten Spielfeld ihren Weg sucht. Reihum würfeln die Spieler und versuchen den Laufweg in ihrem Sinne zu beeinflussen.
Wer das Getier in seine Fälle locken kann, der erhält einen Belohnungschip. Bei fünfen davon gewinnt man.
Auf sehr unterhaltsame Weise bietet sich hier Spielspaß und Action, nicht nur, aber vor allem für die Kinder. Der frische Gag mit der Kakerlake lockt alt und Jung an den Spieletisch. Ob der Spaß von Dauer ist, mag ich bezweifeln, aber um das herauszufinden, hat man das Spiel ja bereits erworben. Glücklicherweise hält sich der Lärm des Getiers in überraschend moderaten Grenzen und schont die Nerven seiner Umgebung, was man leider nicht von jedem batteriebetriebenem Brettspiel behaupten kann.

 

Kalimambo - Zoch 2011

Kalimambo - Zoch 2011 Sehr witzig ist dieses Spiel aufgemacht und auch die Geschichte dahinter stimmt: Das Nashorn Kali stupst die Reisegruppe mit seinem Horn an und der freche Mambo stiftet Chaos. Dazu kommen noch unzählige Kackhaufen, in die man nicht treten will, denn für alles und jeden gibt es Minuspunkte. Diese werden addiert und am Ende gewinnt der mit den wenigsten. Das Spiel selbst besitzt den Mechanismus des gleichzeitigen Bietens einer Zahlenkarte. Die Höchste Karte beginnt usw. Allerdings wandert man keine Felderanzahl vor, sondern einfach direkt an die Spitze der Gruppe.
So verkommt die ganze niedliche Idee zu einem "Zeit totschlagen" in Reinform. Komplett beliebig werden alle zuvor getätigten Überlegungen durch die anderen Karten zunichte gemacht. Hier zeigt sich einmal mehr die große Klasse von 6 Nimmt, das mit ähnlichem Grundmechanismus Spannung erzeugt und mehr Planbarkeit besitzt.

 

Karnickel - Lookout 2013

Karnickel - Lookout 2013 Die Spieler Steuern ein Karnickel und würfeln 1x mit allen Würfeln. Danach bewegt man ein Karnickel, je nach Wurf und legt alle Würfel zur Seite, die das "vorwärts Lok"-Symbol zeigen.
Wurden alle Würfel auf die Art rausgelegt, wirft man alle Würfel für die Lok. Diese bewegt sich dann und überfährt äh erschreckt alle Karnickel, die im Weg stehen. Jetzt bekommt jeder der noch steht entsprechend des Feldes 1-3 Möhren. Bei 8 Möhren endet die Partie.
Man muss schon sehr in Trinkerlaune sein, um mit Karnickel Spaß zu haben. Zu einem guten Spiel dieser Kategorie muss die Spielzeit definitiv auf ein niedriges Niveau geschraubt werden. Hier allerdings sind theoretisch Endlospartien möglich. Das darf so nicht passieren. Der Einfluss beschränkt sich meist auf das Bewegen vom einen oder anderen Karnickel - Oftmals liegt diese Entscheidung noch auf der Hand.
Untypisch für Lookout Games gegenüber des restlichen Verlagprogramms. Hier merkt man: der Verlag hat keine Geldsorgen und wollte sich dieses Spiel selbst schenken.

 

Keltis - Kosmos 2008

Keltis - Kosmos 2008 Das ist es also nun - das Spiel des Jahres 2008. Lost Cities zu viert heißt jetzt Keltis! Jede Karte ist nun 2x vorhanden und die Reihen können sowohl ab- als auch aufsteigend ausgelegt werden. Das plötzliche Spielende baut einen gewaltigen Druck auf und so kann Keltis durchaus einige Male Spaß bereiten. Zu zweit würde ich allerdings IMMER Lost Cities vorziehen.

 

Kemet - Matagot 2012

Kemet - Matagot 2012 Absolut beeindruckend das Material: ausgeformte Armeen und Kreaturen, Massen von Plättchen und Karten, Spielertafeln und dazu noch ein großer, beidseitig bedruckter Spielplan – alles sehr gefällig, aber wie schon beim Regelstudium vermutet: ziemlich überladen mit schlecht erkennbaren Symbolen.
Man startet in seiner Heimatstadt mit seinen Truppen und einigen von maximal 3 Pyramiden. Diese kann man hochrüsten um bessere Fähigkeiten zu erwerben. Fast alles was man macht kostet Gebetspunkte. Diese erhält man als Einkommen für besetzte Tempel. So ist vorprogrammiert, dass es ein wildes Hauen und Stechen um diese Tempel gibt. Ziel des Spiel sind 10 Punkte, wobei eine schöne Regel dafür sorgt, sich nicht zu verschanzen, sondern das Gefecht zu suchen: es gibt nur dann für den Sieger einen Punkt, wenn dieser auch angegriffen hat.
Die Kreaturen geben der Truppe Vorteile. Aktionen werden mit Aktionssteinen auf dem Spielertableau abgetragen, wobei man gewissen Einschränkungen unterliegt. Für die Erstlingspartie sollte man bestimmt 2 Stunden einplanen (so wie wir zu viert), was aber sicher auch in 60 – 90 Minuten zu schaffen ist.
Die opulente Ausstattung schürt eine gewisse Erwartungshaltung, die leider nicht gehalten werden kann - ein Figurenblender also. Es tut sich zwar viel auf dem Plan und man kann auch eine Wende schaffen, wenn man mal eine schwächere Runde hatte, aber es gibt viel zu viele Unwägbarkeiten und zu viel Chaos. Direkten Kampf muss man mögen, aber das Kampfsystem mit Karten + Zusatzkarten ist weder sonderlich originell, noch lassen sich größere Unterschiede in der Truppenzahl ausgleichen. Kemet besitzt wenig spielerische Eleganz und zu oft kommt es zu Wartezeiten, wenn sich andere Spieler gerade prügeln.

 

Keythedral - Pro Ludo 2004

Keythedral - Pro Ludo 2004 Es schaut zunächst aus wie ein Siedler-Klon. Doch schon sehr bald offeriert es einige Gemeinheiten. Das hohe Maß an Interaktion und der immer enger werdende Spielplan garantieren Spannung bis zum letzten Spielzug. Einzig die zu erwerbenden Ereigniskarten scheinen mir recht unterschiedlich schwer gewichtet. Manche bringen einfach nicht den gleichen Nutzen wie andere. Trotzdem, ein sehr schönes Spiel.

 

King Arthur (Das Kartenspiel) - Ravensburger 2005

King Arthur (Das Kartenspiel) - Ravensburger 2005 Ich kenne das Computerunterstützte Brettspiel nicht und so ging ich unvorbelastet an die Sache heran und es entwickelte sich ein wirklich recht packendes Kartenspiel. Ein wenig hat es etwas von Res Publika (Karten in Karten umtauschen, um dann noch bessere Karten zu bekommen), allerdings ist das King Arthur Kartenspiel bei weitem stärker

 

King Lui - Abacus 2003

King Lui - Abacus 2003 Ein herrlich erfrischendes Spiel, das sehr flott zu spielen ist. Die Regeln sind so einfach wie genial: Selbst möglichst viele Portionskarten sammeln, dabei aber nie mehr, als der König selbst bei Spielende hat. Durch den gefräßigen Emerald, der auch gefüttert werden will, kann man in der Richtung noch ein Bisschen was beeinflussen. Aber im Grunde muss man "aus dem Bauch heraus" spielen, was auch dem spaßigen Thema entspricht!

 

Kingdom Builder - Queen Games 2011

Kingdom Builder - Queen Games 2011 Der Spielablauf ist sehr einfach: man spielt seine einzige Karte aus und platziert im angezeigten Terrain ein bis 3 seiner Häuser. Zusätzlich bekommt man Bonusmöglichkeiten, wenn man bestimmte Felder als erstes erreicht. Zufällig vor dem Spiel gezogene Aufgabenkarten zeigen an, wofür es aktuell Siegpunkte geben wird. Dadurch ist in den Partien für reichlich Varianz gesorgt.
Es erschließt sich nicht sofort, wie man mit diesen limitierten Möglichkeiten taktisch vorgehen kann, allerdings ist der Einfluss doch wesentlich höher, als zuerst vermutet. Man kann sich bewusst Möglichkeiten nehmen, um so an einer anderen Stelle des Spielplanes neu zu siedeln.
Durch die Zusatzplättchen gibt es weitere Varianz, da nicht alle Plättchen davon im Spiel sind. Davon hängt allerdings auch die Komplexität und nicht selten der Spaßfaktor ab. Sind in einer Partie eher die einfachen Plättchen im Spiel: zusätzlicher Einsatz von Hütten in bestimmtem Gelände, können es in einer anderen Partie wesentlich komplexere Plättchen sein, allen voran der “Springer”. In solchen Fällen kann das an sich flotte Spiel zur Grübelorgie werden, vor allem in der Endphase, wenn es an die Wertungen geht.
Mit 3-4 Punkten bleibe ich in der goldenen Mitte.

 

King of Tokyo - Iello 2011

King of Tokyo - Iello 2011 Die Spieler verkörpern Monster, die sich entweder in Tokyo austoben wollen, oder das eine Monster aus Tokyo vertreiben wollen, um selbst dort zu wüten. Punkte gibt es einerseits, wenn man es lange in Tokyo aushält und andererseits kann man durch seine Würfel Punkte bekommen. Gewonnen hat, wer zuerst 20 Punkte aufweisen kann, oder wer zuletzt noch am Leben ist. Dabei fügt das Tokyomonster immer allen anderen Schaden zu, während alle anderen auch dem Tokyomonster Schaden zu fügen. Oft stellt sich die Frage: riskiere ich es, noch eine Runde in Tokyo zu bleiben, oder überlasse ich einem anderen Spieler diesen Platz, damit ich mich selbst erholen kann - davon lebt das Spiel.
Richard Garfield serviert uns hier eine kurzweilige Haudrauf Orgie, die mächtig Spaß macht und die mit den Sonderkarten gewürzt die richtige Portion Glück, Schadenfreude und sogar etwas Taktik bietet.
Was will man mehr?

 

Kings and Castles - Ragnar Brothers 2000

Kings and Castles - Ragnar Brothers 2000 Die ersten Runden weiß man noch nicht so recht was man da tut und was sinnvoll ist zu tun. Dann aber entfalten die ungewöhnlichen Mechanismen und Zugmöglichkeiten einen eigenen Reiz. Leider ist es sehr wichtig wenn nicht sogar entscheidend in welchen Runden man aktiv am Geschehen teilhaben will - da man das zu Beginn des Spieles festlegen muss, hat man als Neuling möglicherweise schon ein starkes Handicap. Das Kampfsystem und das Ziehen aus dem Beutel fand ich ebenso wie den Wertungsmechanismus sehr gelungen.

 

Kingsburg - Truant 2007

Mein bestes Spiel 2007

Kingsburg - Truant 2007 Ein großes Spiel in einer großen Schachtel: Kingsburg, ein würdiger Name. Auch, wenn das Spiel grafisch ziemlich überfrachtet wirkt, der Ablauf ist recht einfach: die Spieler würfeln mit 3 Würfeln und dürfen dann diese Würfel auf den 18 Zahlenfeldern verteilen. Man hat dabei die Wahl, ob man alle Würfel zusammen auf ein Hochwertiges Feld setzt, oder ob man sie teilt und auf verschiedene Felder legt. Dabei kann es aber passieren, dass man ein Feld weggeschnappt bekommt und man so leer ausgeht. Die Felder liefern Rohstoffe, Siegpunkte oder Vorteile für den späteren Verlauf. Danach kann man durch Gebäude seine Möglichkeiten verbessern. Am Rundenende greift ein Monster (ganz im Stile eines Fantasyspieles) das Reich an und die Spieler müssen sich verteidigen, sonst verlieren sie Güter, oder sogar Gebäude.
Durch den sehr pfiffigen Würfelmechanismus ein interessantes Spiel, das trotz des recht hohen Glücksfaktors sehr viel Spaß macht. Der Preis ist mehr als stolz und ist dem kleinen Verlag und der kleinen Auflage geschuldet, aber wenn man dafür ein richtig gutes Spiel erhält, dann amortisiert sich der Preis spätestens nach der dritten Partie..

 

Kleopatra und die Baumeister - Days of Wonder 2006

Kleopatra und die Baumeister - Days of Wonder 2006 Was für eine Materialflut! Ein echter Hingucker, was man hier auf dem Tisch aufzubauen hat. Aber hält das Spiel was es verspricht?
Die Kombination aus offenen und verdeckten Karten, sowie die dauernde Entscheidung ob ich es riskiere die korruptiven Karten einzusetzen oder länger zu warten kann fesseln. Sehr spannend ist vor allem die Frage wer am Ende wohl die meisten "Korruptionschips" in seiner "Pyramidenspardose" hat, denn der scheidet gleich aus und kommt nicht für den Sieg in Frage.
Das Spiel als Ganzes gesehen lebt aber eindeutig in erster Linie von der Optik und dem Material. Spieltiefe sowie Wahlmöglichkeiten sind doch ein wenig begrenzt. Man baut eben was die Karten hergeben und was noch zu haben ist.

 

Klunker - Hans im Glück 1999

Klunker - Hans im Glück 1999 Klunker erschien noch einmal als Neuausgabe zur Spiel 2005. Eine Runde ist stets  flott gespielt und schreit förmlich nach einer Revanche. So richtig planbar ist das Ganze nicht, aber dafür geht es recht spannend zu.

 

Krakow 1325 AD - Goede Games 2008

Krakow 1325 AD - Goede Games 2008 Jeweils zwei Spieler bilden ein Paar in diesem Partnerspiel, trotzdem gewinnt nur ein einzelner Spieler. Jeder Spieler verfügt noch über einen geheimen "Stand", den es möglichst unauffällig zu unterstützen gilt. Gespielt wird über mehrere Kartenrunden. Ein Spieler gibt die Karte vor und die Gegner versuchen zu verhindern, dass die Karte durchgeht und der Partner unterstützt den Aufspieler für gewöhnlich. Kommt eine Karte durch, erlaubt sie der Partei Einfluss-Steine in den Bezirken zu setzen. Nach Vier Jahreszeiten á 7 Kartenrunden gibt es eine Wertung zuerst für die Parteien und dann für die Stände. Am Ende bekommt jeder Spieler zu seinen Punkten noch die Punkte für seinen Stand hinzu. Nach einem Jahr (Anfängerspiel), zwei Jahren (normales Spiel) oder drei Jahren (Expertenspiel) endet die Partie.
Ich muss sagen, das ganze klingt so interessant und auch optisch ansprechend, dass man sich das Spiel gerne zulegt. Leider schleppt sich die Handlung recht spannungsarm dahin. Die meisten Kartenrunden scheitern und jeder spielt eben, was die Karten hergeben. Der Einfluss wird den Spielern vorgegaukelt. Dadurch, dass das Spielbrett nach jedem Jahr vollständig geleert wird, passiert eigentlich nicht viel Neues - Durchschnittlich

 

Kreta - Goldsieber 2005

Kreta - Goldsieber 2005 Frischer Wind im Genre "Mehrheitenspiele". Dachte man in dieser ausgelutschten Sparte kommen keine guten Neuheiten mehr, der sieht sich durch Kreta getäuscht. Das Spiel lebt vom großen Spannungsbogen der Wertungen. Je nach Spielertyp und Situation werden die Wertungen entweder hinausgeschoben, oder es geht flott hintereinander weg. Erfrischend, einfach, schnell - macht Spaß!

 

Ladybohn - Amigo 2007

10.10.2011

Ladybohn - Amigo 2007 Ladybohn addiert zum Grundspiel die Ladies und die Babies. Babies blockieren eine Auslage, wenn sie als letzte Karte gelegt werden, oder rufen die Ladies, die weiter oben liegen zu sich. Ladies besitzen einen etwas besseren Tauschkurs.
Diese kleinen Zusätze bringen allerdings keinen wirklichen Mehrwert, eher eine etwas längere Spieldauer und ein paar kleine Überlegungen mehr. Da macht die Limitierung auf nur 2x das dritte Bohnenfeld einen sinnvolleren Eindruck.
Kann man spielen, muss man aber nicht zwangsläufig.

 

La Boca - Kosmos 2013

La Boca - Kosmos 2013 Bauen mit wechselnden Partnern (jeder mit jedem), das ist bei La Boca angesagt. Eine Aufgabenkarte wird in die Vertiefung der Spieleschachtel gesteckt und nun bauen 2 Spieler so schnell wie möglich die vorgegebene Figur. Je schneller das klappt, umso mehr Punkte gibt es. Für erfahrenere Spieler gibt es noch Karten mit schwereren Aufgaben, vor allem auch ein zusätzliches großes Holzteil.
Ein wenig wird man an Make’n’break erinnert, wobei hier eben immer paarweise gebaut wird. Vor allem das trickreiche "Versteckenmüssen" mancher Steine sorgt für kribbelnde Spannung.
Leider nutzt sich der Ablauf nach ein paar Durchgängen ab und man wird der Aufgaben müde. Außerdem ist dem Spiel nicht unbedingt zuträglich, dass die “NichSpieler” zuschauen müssen (Zeit messen und Punktechips verteilen zähle ich jetzt mal nicht zu hochtrabenden Aufgaben). Macht ein paarmal Spaß, aber mehr steckt nicht dahinter.

 

Laguna - Queen Games 2000

Laguna - Queen Games 2000 Laguna von Queen Games ist bereits im Jahr 2000 erschienen, allerdings ist es bis dato nicht groß auffällig geworden.
Auf einem Meerstück bewegen wir unsere Flöße, die 6 Aussparungen für Kugeln haben. Manche der Meeresfelder haben Riffe bzw. Richtungspfeile aufgedruckt. Diese sorgen dafür, dass wir entweder unseren Zug beenden, oder eine möglicherweise ungewollte Richtung einschlagen sollen. Während des Zuges dürfen wir unsere Ladung (die immer aus 2 - 4 Kugeln besteht) umsetzen. Warum? Weil wir durchaus über Riffe und Pfeile schippern dürfen - sie müssen eben nur von Kugeln überdeckt und nicht zu sehen sein. In der Meeresmitte ist eine Art Abladeplatz für die Kugeln. Wer zuerst eine bestimmte Anzahl Kugeln abgeliefert hat, gewinnt. Sonst hat man eine Sanduhrlänge (30 Sekunden) für seinen Bewegungszug Zeit.
Laguna besitzt mit seinem plastischen Material Aufforderungscharakter und wartet mit Originalität auf. Es lebt vom ständigen Umsetzen der Kugeln auf den Flößen. Leider gibt es dabei in der Realität Probleme - die Züge sind bei hoher Geschwindigkeit schwer nachzuvollziehen. So beschleicht die Beteiligten nach Spielende ein zweifelhaftes Gefühl, was denn von diesem halbgaren Schinken zu halten ist: reichlich wenig.

 

Lancaster - Queen Games 2011

20.06.2011

Lancaster - Queen Games 2011 Nachdem Matthias Cramer mit Glen More überzeugen konnte, folgt nun mit Lancaster ein opulenter Titel.
Die Spieler setzen Ritter ein, um diese zu verbessern, bauen ihre Burg aus um mehr Einkommen zu generieren, oder nehmen an Kämpfen gegen Frankreich teil, um zu mehr Ruhm zu gelangen. Daneben wollen noch bestimmte Gesetze durchgebracht werden und andere wiederum nicht.
Das Material erschlägt den geneigten Spieler förmlich mit Qualität und Bombast. Im Falle von Lancaster etwas zuviel Blendwerk, um von den allesamt bekannten Mechanismen abzulenken: Worker-placement mit Verdrängungsmöglichkeit, verschiedene Adlige Sammeln, stetes Punkten während des Spiels. Das ist in Summe ganz OK, wirkt aber etwas angestaubt. Die Jury Spiel des Jahres sieht das scheinbar anders und setzte den Titel prompt auf die Nominierungsliste zum frisch eingeführten Kennerspiel, den es natürlich nie und nimmer gewinnen kann.

 

Lancelot - Mattel 1990

Lancelot - Mattel 1990 Schon ein etwas älteres Spiel, welches sehr grüblerisch und kopflastig daherkommt. Das Thema ist dann auch komplett unwichtig. Ab und zu mag ich solche Spiele ganz gerne. Es braucht schon einen gewissen Blick für die Situation und die Möglichkeiten. Diesen gewinnt man erst über die Zeit. Optisch merkt man dem Spiel seine Jahre schon deutlich an, aber trotzdem weiß das Spiel in der richtigen Runde zu gefallen.

 

Langfinger - Pegasus 2010

Langfinger - Pegasus 2010 Aus dem reichen Fundus von Pegasus Spiele wurde von Knut Happel und Christian Fiore erdacht, die eigentlich als Hausautoren von Goldsieber Spiele gelten.
Wir haben einen kleinen Spielplan, der von der Größe her zwar ausreichend, aber optisch ziemlich mickrig auf dem Tisch wirkt... zudem ist er wirklich abscheulich hässlich (meine Meinung!). Dort befindet sich in der Mitte eine Zählleiste von 0 - 20 Punkten, sowie verschiedene Orte (Museum, Ruine, Hafen...). An den Orten setze ich einen von meinen 3 Steinen ein, um dort etwas zu erreichen. An einem Ort gibt es aus einer Auslage 2 Einbruchswerkzeuge, woanders liegen Tresore, Kisten, Vitrinen etc. aus, die jeweils andere Werkzeuge benötigen. Am dritten Ort kann ich meine Werkzeuge gegen andere (vorzugsweise zu einem günstigen Kurs) tauschen und am letzten Ort mache ich meine Beute schließlich zu Punkten.
Es gilt: wer früher einsetzt, greift früher zu. Ganz wie im wahren Leben. Erreicht ein Spieler 20 Punkte, endet das Spiel.
Langfinger ist ein sehr einfaches und reduziertes "Worker-placement" Spiel, bei dem vor allem die Limitierung auf nur 3 Steine sehr zu schaffen macht. Der Rest spielt sich flott und unangestrengt runter und macht Spaß, wenn es mal nicht so sehr denkintensiv sein soll. Vor allem der Druck gegen Spielende gefällt: kann ein Spieler schon Schluss machen, oder haben wir noch eine Runde?

 

Lascaux - Phalanx 2007

Lascaux - Phalanx 2007 Es fällt sofort das sehr schöne und qualitativ hervorragende Material auf. Die Spieler besitzen Steine zum Bieten und jeweils eine Bietscheibe einer der 6 Farben, um bestimmte Kartenfarben zu beanspruchen. Jede Runde steht eine bestimmte Kartenauslage zur Verfügung. Alle Spieler legen zugleich verdeckt eine ihrer Bietscheiben, bevor der Startspieler anfängt und einen Stein bietet. An der Reihe kann man entweder einen seiner Steine bieten, oder alle bisher gebotenen Steine nehmen und ist dann eben erst zuletzt dran mit dem Nehmen der beanspruchten Karten. Der zuletzt verbliebene Spieler nimmt seine beanspruchten Karten und dann die anderen Spieler in der umgekehrten Reihenfolge, wie sie ausgestiegen sind.
Klar, dass der letzte zumeist leer ausgehen wird. Die Karten sammelt man, um in bestimmten Tierarten bei Spielende die meisten gesammelt zu haben.
Es empfiehlt sich, mit verdeckten Bietsteinen zu spielen, denn so weiß man nicht genau, wie viele Steine die Gegenspieler noch besitzen.
Lascaux besitzt dieses geniale Geschenkt... ist noch zu teuer -feeling, wobei Lascaux aber mehr „Fleisch“ besitzt und vielschichtiger ist. In einer knappen Dreiviertel Stunde wird der Sieger ermittelt. Lascaux ist ein etwas unscheinbares Spiel, weil die Schachteloptik nicht unbedingt zum Spielen auffordert. Wer es aber dennoch tut, der wird mit einem sehr kurzweiligen Spiel belohnt.

 

Le Havre - Lookout 2008

Le Havre - Lookout 2008 Die Aktionsauswahl scheint ziemlich simpel: von einem Feld alle Ressourcen nehmen, oder ein Gebäude nutzen (das kann auch der Kauf eines neuen Gebäudes sein) - das kennt man von Agricola, dem Vorgängerspiel bereits. Für all das braucht man die wertvollen Güter und später auch die veredelten Güter dazu (aus Eisen wird z. B. Stahl). So werden die verfügbaren Gebäude stärker und man entwickelt sich weiter, hat dadurch auch viel mehr Möglichkeiten. Den Überblick zu behalten, was wann am meisten Sinn macht, das ist die große Problematik.
Die erste Spielhälfte ist man vor allem damit beschäftigt, die Nahrungsversorgung sicherzustellen, während man später vor allem wertvolle Gebäude baut und seine Waren veredelt. Nach 14 Runden ist dieses sehr unterhaltsame Spiel vorbei.
Wenn man sich auf die Spieldauer und Tiefe einlässt, erhält man die logische Fortsetzung von Agricola und einen würdigen Vertreter der "Erntetrilogie".

 

Livingstone - Schmidt Spiele 2009

Livingstone - Schmidt Spiele 2009 Ein Spieler würfelt mit doppelt so vielen Würfeln, wie Spieler teilnehmen. Diese nehmen sich dann reihum immer einen der Würfel. In weiteren Runden kann man dann weitere Würfel nehmen, aber nur, wenn die Augenzahl höher ist, als der vorherige Würfel. Ein Würfel erlaubt immer eine bestimmte Aktion, die zumeist mit der Augenzahl zusammen hängt. Entweder die Augenzahl an Münzen nehmen, die Augenzahl an Steinen aus einem Beutel ziehen (wobei ähnlich wie bei Jenseits von Theben viel Schotter im Beutel liegt), in der Reihe, welche die Augenzahl vorgibt eine Gebäude bauen oder einfach eine Karte nehmen.
Für das Gebäudebauen gibt es gleich Siegpunkte entsprechend der Reihe und bei Spielende noch einmal für die Mehrheit in einer Spalte. Jede Runde rückt ein Schiff ein Feld weiter, bis nach Feld 10 das Spiel endet. Ein wichtiger Bestandteil ist das Spenden von Münzen in eine kleine Sparkiste, denn wer am Ende das wenigste gespendet hat, scheidet aus!
Tja - was für ein Spiel... einerseits ist der Würfelnehmmechanismus sehr schön und macht viel Spaß, andererseits verbirgt sich dahinter dann doch ein Spiel, das viele Optionen bietet und für die vorgegaukelte Leichtigkeit zu lange dauert.
Aktionen wollen wohlüberlegt sein und wenn die Runde dann aus 5 Spielern besteht, das Schiff häufig zurückgesetzt wird (=eine Runde mehr), dann kann sich die Sache ganz schön ziehen. Bei drei dieser Karten im Stapel und wenn man den Stapel dann das dritte mal anbrechen muss... das ist für meinen Geschmack einfach zu heftig. Im Endeffekt kein wirklich herausragendes Spiel.

 

Louis XIV - Alea 2005

Louis XIV - Alea 2005 Louis XIV wurde in Vielspielerkreisen sehr gut aufgenommen - vielleicht in Ermangelung wirklich anspruchsvoller Spiele im Spieljahrgang 2004 etwas überbewertet. Sicher kein schlechtes Spiel, aber vor allem die Schlusswertung mit den verdeckten Wappen ist sehr umstritten und hätte vielleicht etwas eleganter gelöst werden können. Es gehört trotzdem zu den überdurchschnittlichen Spielen.

 

Love Letter - AEG 2012

Love Letter - AEG 2012 Von einem überschaubar großen Kartenstapel erhält jeder Spieler einen Charakter auf die Hand. Ist man dran zieht man eine weitere Karte vom Stapel und muss dann eine der beiden Karten offen vor sich ablegen. Das erlaubt normalerweise eine Aktion. Eine Runde geht entweder so lange, bis nur noch ein Spieler übrig ist, oder das Deck ist durch, dann gewinnt der mit der höchsten Handkarte. Man spielt dann eben mehrere Durchgänge, bis ein Gesamtgewinner fest steht.
Es wäre ein Fehler, sich dieses minimalistische Spiel nicht anzusehen, nur weil es so klein ist oder wegen des Namens. Man kann zwar sehr wenig beeinflussen, aber Bluff und Glück stehen gegenüber der sehr kurzen Spielzeit in einem guten Verhältnis. Auch wenn man früh ausscheidet, macht es verdammt viel Spaß dem Treiben der anderen zu Folgen. Nicht auszudenken, wenn Love Letter für das Spiel des Jahres nominiert gewesen wäre, denn wie hätte man solch ein kleines Bündel Karten ordentlich vermarkten können?

 

Lucca Cittá - daVinci Editrice 2005

Lucca Cittá - daVinci Editrice 2005 Lucca Cittá ging aus dem Autorenwettbewerb "Gioco Inedito Award" hervor.
Die Möglichkeiten sind anfangs etwas undurchsichtig und man spielt ziemlich "ins Blaue" hinein. Erst gegen Ende erschließt sich wirklich was man richtig oder falsch gemacht hat. Im richtigen Moment einen Palast abschließen und wiederum im richtigen Moment diesen Eröffnen kann schon eine gute Punktausbeute einbringen. Für das Spielende haben dann noch Spieler, die sich eher auf Mauern und Türme spezialisiert haben die Möglichkeit einiges an Boden gut zu machen. Der erste Eindruck bleibt allerdings noch etwas verhalten.

 

Maestro Leonardo - daVinci Editrice/Abacus 2006

Maestro Leonardo - daVinci Editrice/Abacus 2006 2006 scheint das Jahr der "Arbeitereinsetzspiele" zu sein. Nach dem großen Erfolg von Caylus ist das auch nicht verwunderlich. Im Gegensatz zum großen Widersacher (Säulen der Erde) ist bei Maestro Leonardo der Glücksfaktor wesentlich geringer, außerdem lässt es ein freieres Spielen zu. Der Nachteil ist natürlich dass man sehr aufmerksam spielen muss um seine Fehler zu minimieren. Das liegt nicht jedem, denn es kann schon mal in Arbeit ausarten. Insgesamt aber ein sehr sehr gutes Spiel, das ohne die Schwächen (unübersichtlich, Designschwächen und ein recht konstruiertes Spielende) ein absolutes Toppspiel hätte werden können.

 

Macao - Alea 2009

Macao - Alea 2009 Nein, besonders hübsch ist es nicht und auch nicht hässlich - einfach durchschnittlich eben und stünde nicht "Alea" auf der Schachtel, das Spiel wäre in Essen 2009 in der Versenkung verschwunden. So aber wurde Macao überwiegend gut bewertet und zugegeben, der Mechanismus mit dem Rad ist innovativ und macht Spaß. Leider ist der Rest sehr aufgeblasen und künstlich zusammengeschustert. in der zweiten Spielhälfte steigt auch noch die Downtime ins Unermessliche. Von elegantem Design ist Macao weit entfernt. Die Krücke in den letzten Runden bestimmte Würfel auf die 1 zu drehen (auch wenn spieltechnisch nötig), oder zuerst 4 Karten aufzudecken und je nach Spielerzahl wieder welche zu entfernen. Da mit fortlaufender Spieldauer mehr und mehr Karten aktiviert werden, wird das Geschehen unübersichtlicher und die inaktiven Spieler werden sichtlich genervt, wenn es wieder einmal heißt: Ach, den einen Punkt hätte ich auch noch bekommen oder den einen Stein hätte ich auch noch tauschen können. Nachdem Im Jahr des Drachen und Notre Dame vom gleichen Verlag/Autor begeistern konnten, so ist Macao äußerst biedere Kost, die zudem lange dauert und ebenso schwer verdaulich ist.

 

Madeira - What's your game? 2013

Madeira - What's your game? 2013 Wir wählen Würfelgruppen, die zugleich die Reihenfolge vorgeben und Zugriff auf einen Auftrag gewähren. Durch Würfeleinsatz dürfen wir eine Hauptaktion und später noch eine Nebenaktion ausführen. Hier gibt es Beschränkungen, die für Druck sorgen. Einsatz von Figuren und Schiffen wird über die Würfelaktionen gesteuert, aber all das will Runde für Runde versorgt werden. Eine schöne Idee für den Spannungsbogen ist das Erfüllen von immer mehr Aufträgen - also werden am Ende die meisten Punkte vergeben. Ein weiteres spannendes Element sind die Piraten (Strafchips), die man immer erhält, wenn man Gefordertes nicht vorweisen kann. Am Ende verlieren die Spieler je nach Piraten noch eine empfindliche Punktmenge.
Die Notwendigkeit der verschiedenen Waren wurde schön gleichmäßig verteilt und die vielschichtigen Mechanismen lassen Weitreichende Überlegungen zu. Das bremst natürlich den Spielfluss ein ums andere Mal. Eine Partie mit Neulingen überschreitet dann auch leicht die 3-Stundenmarke. Für meinen Geschmack wurde hier etwas zu viel über dem überladenen Spielbrett ausgeschüttet, deren Iconographie man erst verinnerlichen muss. Das akribische Abarbeiten der vielen Phasen bremst zudem. Trotzdem sitzt man herausgefordert wie vor einem hohen Berg, den es zu erklimmen gilt - das weiß zu gefallen. Ob die gegebene Varianz ausreicht um langfristig ans Brett zu fesseln bleibt noch offen.

 

Magellan - Hans im Glück 2002

Magellan - Hans im Glück 2002 Magellan bietet Versteigerungsspielspaß per excellence. Leider ist das Spiel seiner Zeit etwas untergegangen obwohl es alles hat was ein gutes Spiel braucht: nicht allzu komplizierte Regeln, eine angenehme Spieldauer und durch die beidseitigen Spielplanteile recht viel Abwechslung. Abzuschätzen, welche Felder welchen Wert besitzen gepaart mit dem richtigen Timing auch für einen hohen Preis zuzuschlagen machen das Spiel in höchstem Maße spannend. Neulingen muss man die Bedeutung des Kartennachschubs vor der ersten Partie deutlich machen, sonst sind sie schnell zu Aktionslosigkeit verdammt und geben dem Spiel keine neue Chance.

 

Magister Navis - Lookout 2009

Mein bestes Spiel 2009

Magister Navis - Lookout 2009 Die Spieler entdecken und besiedeln neue Kontinente und auch die alte Welt. Zu Beginn jeder Runde wählen die Spieler ein neues Gebäude, das immer bestimmte Vorteile bringt. Danach gibt es neue Steine aus einem allgemeinen Vorrat und zugleich eine bestimmte Menge benutzte Steine aus der Vorrunde zurück. Zuletzt werden die Aktionen ausgeführt und zwar immer nur eine, wenn man an der Reihe ist. Entweder besiedelt man eine unbesetzte Stadt, segelt auf Entdeckungsreise, erwirbt eine Karte (die relativ mächtig ist, aber nur in begrenzter Zahl gehalten werden darf) oder schafft sich Platz mithilfe eines Gefechts. Je mehr Steine man zu Verfügung hat, umso mehr kann man machen.
Eigentlich geht es vor allem darum, sich in dem 4 Bereichen weiterzuentwickeln: entweder bessere Gebäude erwerben, mehr Steine in den Vorrat bekommen, mehr Steine von den Gebäuden zurückbekommen oder mehr Karten behalten. Neben den Effekten im Spiel bringen diese Verbesserungen auch Punkte bei Spielende. Ebenfalls Punkte erhält man für errichtete Siedlungen auf dem Spielplan und nicht zu knapp.
Magister Navis schafft etwas, was ganz wenige Spiele dieses Kalibers bieten: in einer überschaubaren Spielzeit (wie, es sind nur noch 2 Runden??) haben die Spieler zig Möglichkeiten und Räume Neues zu entdecken und auszuprobieren. Dabei können verschiedene Strategien den Sieg bringen: starke Gebäude, sowie starke Besiedelungen oder auch starke Karten. Magister Navis erfordert gute Beobachtungsgabe und Gespür für die richtige Aktion zur rechten Zeit. Es wird reichlich diskutiert, ob das Gefecht den unterlegenen Spieler nicht zu hart bestraft, aber man kann sich einerseits für die Gegner unlukrative Plätze für seine Siedlungen aussuchen und andererseits hat jeder die Möglichkeit sich selbst mit Kanonen einzudecken. Klar, ein wenig Willkür ist letztlich schon dabei, aber nicht so dramatisch, wie es manch andere Spieler sehen. Kleine Nachteile sind der recht große Aufbauaufwand und die etwas nervige Punktezählerei am Ende. Trotzdem ein absolutes Topspiel.

 

Mammut - Queen Games 2011

27.06.2011

Mammut - Queen Games 2011 Verrückt und chaotisch geht’s in der Urzeit zu. Ein Beutel mit Plättchen wird auf dem Tisch ausgeschüttet und nacheinander nimmt sich jeder Spieler so viele dieser Plättchen, wie er will. Das geht so lange gut, bis der Nachfolgende Spieler damit nicht einverstanden ist und sich statt aus der Tischmitte, bei einem anderen Spieler bedient und dessen gesamtes Plättchensammelsurium an sich nimmt – halt, eines davon muss er in die Tischmitte legen. Sind irgendwann alle zufrieden, kommt es zu einer (von 5) Wertungen.
Das Geplänkel mit dem Plättchenwust kann wirklich überzeugen und sorgt für Laune und Gelächter. Das übrige Spiel vereint altbekanntes Werten nach verschiedenen Gesichtspunkten, was aus dem eben noch lustigen Spiel eine trockene Rechnerei macht und nicht so recht zusammenpassen will.
Ein guter, origineller Mechanismus alleine macht eben noch kein rundherum gutes Spiel.

 

Maori - Hans im Glück 2009

Maori - Hans im Glück 2009 Maori erinnert optisch etwas an Wikinger, hat allerdings mit diesem recht wenig gemein. Um eine zentrale Auslage bewegt sich ein Schiff. Dieses erlaubt aus der Zielreihe ein Plättchen zu nehmen und auf seine Spieltafel zu legen. So entsteht nach und nach eine Insellandschaft, die bei Spielende möglichst viele Punkte bringen soll.
Während der gut 30 Minuten bekommt man seichte Unterhaltung, die keinem weh tut und daher verpasst man herzlich wenig, wenn einem dieses Spiel durch die Lappen geht. Zu altbekannt (Kupferkessel & Co) ist der Kernmechanismus.

 

Marquis - Ludo Art 2005

Marquis - Ludo Art 2005 Marquis lebt von seinem wunderbaren Material. Schwere "Goldmünzen" - große, hübsch gestaltete Karten, Edelsteine (die bereits aus Diamant bekannt sind) sowie eine wunderschöne Holzkiste als Verpackung. Das Spiel selbst gestaltete sich als recht konfus und unübersichtlich mit Anleihen an Ohne Furcht und Adel, wobei Marquis deutlich das Nachsehen hat. In der 3er Besetzung bestenfalls Durchschnitt.

 

Master of Rules - Japon Brand 2007

Master of Rules - Japon Brand 2007 Ein weiteres Spiel aus der Japan-Schmiede von Japon Brand. Es gibt Karten mit bestimmten Regeln, sowie Karten mit Werten in verschiedenen Farben. In 2 Durchgängen spielt man jeweils eine Karte der beiden Sorten und versucht eben seine Regel zu erfüllen. Das gestaltet sich als nicht so einfach. Nach ein paar Runden merkt man auch langsam, worauf es bei dem Spiel ankommt. Spiele ich früh eine Regelkarte, lege ich mich zwar früh fest, allerdings kann ich die Regel sicher spielen, denn keine Regel darf doppelt gespielt werden. Ganz schön tricky das Game, aber leider kommt es nicht ganz an die Spitzenspiele dieses Autors (R-Eco und Traders of Carthage) heran. Trotzdem: ungewöhnliches Gamedesign und deshalb schon wertvoll.

 

Mauerbauer - Hans im Glück 2006

Mauerbauer - Hans im Glück 2006 Nach der ersten Runde fragten sich alle Beteiligten: war's das jetzt? Es stellte sich heraus, dass wir ein paar Sachen falsch gespielt hatten. Die nächste Runde verschaffte Klarheit. In wiefern man die Geschichte wirklich beeinflussen kann vermag ich noch nicht einzuschätzen. Es ist ein recht kurzweiliges Spiel, an das man einen nicht zu hohen Anspruch stellen sollte. Der Titel bzw. Untertitel (Ohne Mauer keine Power) ist jedenfalls schon mal der "Goldenen Zitrone" höchst würdig. Was sich der Verlag dabei gedacht hat? Wenigstens ist das Spiel schon alleine dadurch Gesprächsthema.

 

Medici - Amigo 1995

Medici - Amigo 1995 Ein sehr schönes Versteigerungsspiel mit einem absolut aufgesetzten Thema. Ein Spiel das sehr viel Fingerspitzengefühl verlangt. Hatte es schon einmal vor ein paar Jahren gespielt, aber irgendwie nicht sehr beachtet, da es von der Optik nicht anmacht. Vielleicht hatten wir damals nur nicht die "richtige" Runde, oder ich habe nicht gewonnen *gg*. Aber dieses mal hat's viel Spaß gemacht.

 

Meepile - Simi Game Knights 2008

Meepile - Simi Game Knights 2008 Na ja - was soll man von diesem Stapelspiel halten? Es besteht nur aus einer einzigen großen "Carcassonne - Figur", im englischen "Meeple" genannt. Jeder Spieler bekommt die Figuren einer Farbe aus einem Carcassonne - Spiel und muss dann seine Figuren stapelnderweise auf dem großen Meeple unterbringen, ohne dass das Gebilde zusammenfällt. Eine kleine Idee für Carcassonne- Liebhaber, die zugegebenermaßen durch den schwachen Dollar recht günstig zu bekommen ist. Auf den nüchternen Spielwert reduziert ziemlich überflüssig.

 

Meisterdiebe - Zoch 2004

Meisterdiebe - Zoch 2004 Hier kommt es vor allem auf Merkfähigkeit an. Leider ist das für einige Menschen unerträgliche Schwerstarbeit, zumal sich vieles ändert bis man wieder an die Reihe kommt. Es wird dann mehr und mehr zum totalen Glücksspiel was geschieht, wenn man eine Schublade öffnet. Das Material ist unbestritten einmalig und fast schon ein Schmuckstück (was natürlich seinen Preis hat), aber spielerisch sind die Meisterdiebe leider ziemlich an mir vorbei gegangen.

 

Mesopotamien - Phalanx 2005

Mesopotamien - Phalanx 2005 Ein weiterer Streich von Klaus-Jürgen Wrede (Carcassonne). Das Material ist wunderhübsch und vor allem die Landschaftsplättchen, die wie Puzzleteile ineinander greifen machen einiges her. Titel und Thema geben jedoch mehr vor als es ist. Es spielt sich recht nett, ist dann doch eher ein simples Lauf- und Optimierungsspiel.

 

Metro - Queen Games 2000

Metro - Queen Games 2000 Was auf den ersten Blick seicht daherkommt bietet doch ein paar Möglichkeiten zur Beeinflussung. Es muss einem hier bewusst sein, dass man höhere Siegchancen hat, wenn man destruktiv spielt - sprich früh die Strecken der Gegner beenden und werten und selbst möglichst lange "im Spiel" bleiben. Das versuchen die lieben Mitspieler natürlich auch. Ich empfehle zur besseren Auswahl mit mehreren "Handplättchen" zu spielen.

 

Metromania - Spiel-ou-Face 2006

Metromania - Spiel-ou-Face 2006 Metromania ist eine Essenneuheit 2006 vom Französischen Kleinverlag Spiel-ou-face. Leider ist das Cover sehr hässlich und lädt nicht gerade zum Spielen ein. Der Inhalt hingegen kann sich vor allem von der Qualität her sehen lassen: Ein Spielplanrand zum Zusammenstecken, dazwischen Dreieckfelder aus stabiler Pappe, dass jedes mal eine neue Ausgangsposition ergibt. Jeder Spieler verfügt über 2 U-Bahnlinien, die er möglichst gewinnbringend über den Plan führen will. Dabei gilt es bestimmte Objekte miteinander zu verbinden, möglichst viele Knotenpunkte entstehen zu lassen (bringen einen Sonderpunkt) und zum Ende hin möglichst beide Linien abgeschlossen zu haben.
Metromania wartet mit recht interessanten Mechanismen auf, allerdings ist es anfangs sehr schwer die Übersicht zu behalten und zielorientiert zu bauen. Die Wertung versteht man wohl erst nach der ersten kompletten Partie. Müsste man auf jeden Fall öfter spielen, aber warum und vor allem wann sollte man das bei der Flut an Neuerscheinungen tun?

 

Metropolys - Ystari 2008

Metropolys - Ystari 2008 Jeder Spieler verfügt über Türme mit Zahlenwerten von 1-13, wobei es 3 Turmhöhen gibt. Der Spielplan zeigt viele Stadtteile. Durch Einsatz eines Turmes sichert man sich einen Stadtteil, allerdings nur, wenn kein anderer Spieler einen höherwertigeren Turm in einen Nachbarstadtteil setzt. In manchen Stadtteilen sind noch positive oder negative Plättchen zu bekommen. 
Leider nimmt das Spiel zum Einen nicht sofort Fahrt auf und zum Anderen besitzt das Spiel vor allem gegen Ende enormes Grübelpotenzial. Dadurch fühlt man sich ziemlich schlecht, wenn man dem nachfolgenden Spieler eine Vorlage gibt, weil man eine Stellung übersehen hat, oder keine andere Möglichkeit mehr hat.
Nach der ersten Runde war ich von dem Spiel zweifelhaft berührt, gerade auch weil der Einfluss zu viert recht gering ist, aber eine weitere Partie zu zweit räumte einen Teil der Zweifel aus. Trotzdem - es bleibt kein Burner und die schwache Grafik fordern nicht unbedingt auf, das Spiel aus dem Regal zu holen, wenn man es denn besitzt.

 

Meuterer - Adlung 2000

Meuterer - Adlung 2000 Was Adlung hier in ihre kleine Schachtel gesteckt haben ist schier schon ein komplettes Brettspiel. Zuerst erscheint es Meuterer ist total von den Karten abhängig, aber erfahrene Meuterer können fast mit jedem Blatt etwas anfangen. Super Spiel und noch einen Tick stärker als das etwas ähnliche Verräter.

 

Ming Dynastie - Hans im Glück 2007

Ming Dynastie - Hans im Glück 2007 Bei Ming Dynastie entscheidet man sich zuerst für bestimmte Provinzen, in denen man seine Gefolgsleute einsetzen will, dann nimmt man die Bewegungskarten, die man meint zu brauchen und dann bringt man diese Gefolgsleute aufs Brett (wofür man Plättchen bekommt). Durch Mehrheiten bekommt man seine Leute aus den Provinzen ins Stadtzentrum (Kloster?) und dort erwarten einen dann Siegpunkte. Nach 6 Runden mit 3 Wertungen ist der Spaß dann vorbei. Elfenlandund Hermagor lassen grüßen, wobei die Klasse dieser Spiele bei weitem nicht erreicht wird.
Recht solide Kost, kommt aber ein paar Jahre zu spät. Es ist einfach zuviel Arbeit, zuviel Wertungseintopf und zu grübellastig.

 

Mogel Motte - Drei Magier Spiele 2011

19.03.2012

Mogel Motte - Drei Magier Spiele 2011 Hier geht es darum seine Handkarten loszuwerden. Nach einer bestimmten Regel darf ich eine Karte in der Tischmitte ablegen, oder aber ich versuche sie anderweitig loszuwerden. Hier ist es ratsam große Hemdsärmel zu haben, oder sie auf den Boden fallen zu lassen... Nur erwischen lassen sollte man sich dabei nicht, denn stets ist ein Spieler quasi der Aufpasser und dem sollte nichts entgehen, auch nicht das Geschehen in der Tischmitte, denn hier gilt es ab und an schnell zu sein, wenn bestimmte Sonderkarten gespielt werden. Nach so vielen Runden, wie Spieler teilnehmen endet das Ganze und die Punkte (Minuspunkte) werden aufaddiert. Vor allem Kinder dürften hier mächtig Spaß haben und auch Leute, bei denen nur selten Spiele auf dem Tisch landen scheinen sich hier wohl zu fühlen. Für den geneigten Strategen, oder Ordnungsliebhaber allerdings ist Mogel Motte Stress pur. Das Spiel spricht verachtenswerte Instinkte an: Schummeln beim Spielen und andere beim Schummeln erwischen und darauf hinweisen. Zu Mogel Motte kann ich also nur sagen: beim nächsten Mal auf jeden Fall ohne mich.

 

Mondo - Pegasus 2011

14.07.2011

Mondo - Pegasus 2011 Einfach eine geniale Idee: Puzzeln auf Zeit von einer gemeinsamen Auslage aus der Tischmitte direkt auf individuelle Spielertableaus. Dabei darf man Plättchen drehen und im Haufen wühlen, denn gut sind viele Tiere und möglichst wenig Vulkane dazu noch passende Landschaften - überhaupt, die Aufgabenstellungen sind schier endlos skalierbar. Am Ende eines Durchgangs gibt’s dann Punke für die Auslage und Minuspunkte für falsch gelegte Plättchen. In weiteren Durchgängen werden die Aufgaben und das Zeitlimit verschärft.
Mondo kann als Familienspiel wirklich voll überzeugen und schafft es sogar Hektikspielehasser nicht zu verprellen, denn man sieht schnell Erfolge. Das hat 2011 zwar "nur" für die Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres gereicht, wird aber dennoch reichlich Käufer finden.

 

Monstererbe - Spiellabor 2005

Monstererbe - Spiellabor 2005 Manchmal hat man schon nach 2 Sätzen Regelerklären das Gefühl: das wird nix! Und es kam noch viel schlimmer: Geschlagene 4 Stunden saßen wir an dem Spiel (zuerst hieß es "so 2 Stunden dauert es schon"). Das Grundprinzip ist recht einfach: Es kommt darauf an möglichst alleine an bestimmten Orten Aktionen durchzuführen. Denn wenn mehrere Leute am gleichen Ort sind wird um die Gegenstände gesteigert. Es gilt Körperteile zu sammeln, um ein lebensfähiges Monster zu erschaffen und am Ende die meisten Siegpunkte dafür gesammelt zu haben. Zu Gute halten will ich dem Spiel, dass es thematisch sehr dicht und schön umgesetzt ist. Das war's aber auch schon mit der Herrlichkeit. Dass die Versteigerung kein wirkliches System hat, und nach jeder Runde noch einmal wild getauscht oder verkauft werden darf ist dem Spielfluss nicht gerade förderlich. Das Ganze ist schlichtweg total überladen und durch die vielen Regeldetails absolut unnötig verkompliziert. Ich behaupte dass das Spiel ohne "Leitung" des Autors kaum spielbar ist.
Es mag für den Autor toll sein, wenn sein Spiel sehr lange dauert, aber für die Spieler ist es das definitiv NICHT. Und wir waren absolut keine Schnarchnasen oder Langsamspieler.
Mich wundert nicht, warum sich für ein solches Spiel sonst kein Verlag finden wollte und mir ist ein Rätsel, wie der gute Junge die 1000 Stück zu 45 Euro/Stück jemals los werden will.
Opulent ausgestattet ist es ja, aber letztendlich geht es nur um den Spielspaß und der fällt schnell ab nachdem man die thematischen Anfangsschmunzler hinter sich gelassen hat.

 

Montego Bay - Queen Games 2009

Montego Bay - Queen Games 2009 Montego Bay kommt mit ansprechend witzigem Material daher. Auf einem Rundkurs bewegen die Spieler ihre beiden Hafenarbeiter mithilfe von Karten 1 - 5 Felder vorwärts. Jedem Feld ist ein Raum zugeordnet, in dem es 1-4 Fässer gibt, oder sogar Silbermünzen. Es kann aber auch sein, dass zerschlagene Fässer abgebildet sind. Eine vorgegebene Reihenfolge regelt die Züge. Zwei Räume liegen sich immer gegenüber, wobei meist einer der deutlich unlukrativere ist. Landet eine Figur auf einem besetzten Feld, verdrängt sie diese auf die andere Seite. Ist die andere Seite auch bereits besetzt, reiht sich die gerade bewegte Figur hinten ein. Es entsteht also ein ziemliches Chaos, auf welchem Feld man nun wirklich zu stehen kommt.
Die Fässer werden auf verschiedene Schiffe verladen, von denen jeweils das erste jeder Runde gewertet wird, oder eben, sobald es vollbesetzt ist. Ist der Schiffsstapel durch, endet das Spiel. Mit drei Silbermünzen kann man eine Zusatzfigur für eine Runde anheuern.
Das Ganze kommt optisch sehr humoristisch daher, was zum Spielablauf passend ist. Der Spaßfaktor ist hoch, wenn man sich darauf einlässt, leichte Unterhaltung sucht unddas Chaos akzeptieren kann. Das Verladen der Fässer und die Wertungen sind dagegen sehr trocken und wollen nicht so recht zum Rest des Spieles passen. Zusammengeschustert könnte man das auch nennen, auch wenn es nett zu spielen ist.

 

Morgenland, das Kartenspiel - R&D Spiele 2009

Morgenland, das Kartenspiel - R&D Spiele 2009 Beim Kartenspiel zur Mutter der "blind-bidding-games" haben wir die gleichen Orte wie bei dem Brettspielklassiker: Drachenhöhle, Karawanserei, Zauberkarten und den Palast, wo es die Spielentscheidenden Artefakte gibt. Beim Kartenspiel gibt es allerdings nur 5 Bietkarten (1-5), was den Ablauf beschleunigt. Wurden die letzten Artefakte vergeben, endet das Spiel und das gilt es genau zu beobachten. Zu gerne sammelt man weiter Drachenschätze und vergisst die Artefakte.
Obwohl das Kartenspiel die Nähe zum Brettspiel vorweisen kann, fehlt dem Kartenspiel gänzlich die Atmosphäre und somit auch die Seele. Das bremst die Spannung und leider auch den Spielspaß. Das Kartenspiel stellt keinen wirklichen Morgenlandersatz dar, somit das Prädikat: überflüssig.

 

Monuments - Abacus 2008

Monuments - Abacus 2008 Monuments von Stefan Risthaus ist ein recht unscheinbares Spiel in einer ziemlich kleinen Schachtel. Die Spieler sammeln Karten, um damit antike Monumente zu bauen. Später werden die Kartenauslagen erweitert und so die Position gestärkt. Ehe man sich versieht, kommt das Spielende näher und bis dahin sollte man seine 3 "Geschichtsschreiber" eingesetzt haben, denn ansonsten setzt es gewaltig Minuspunkte. Die Krux dabei ist, dass der Einsatz eines solchen stets den gesamten Spielzug kostet, dabei will man doch noch so viel machen.
Ein recht einfaches, schlankes und auch flottes (45 Minuten) Spiel, das mich positiv überraschen konnte - und nicht nur, weil ich ein Faible für die Antike habe.

 

Municipium - Valley Games 2008

Municipium - Valley Games 2008 Endlich mal wieder ein "großes" Spiel von Reiner Knizia. Leider ist das Spiel nur sehr teuer als Import zu bekommen. Man gewinnt mit seinen Familienmitgliedern Einfluss in den Römischen Gebäuden, um bei den Wertungen entweder Bewohner zu bekommen oder eine Sonderaktion ausführen zu dürfen. Ziel ist es Sets von Bewohnern in 4 verschiedenen Farben zu sammeln und diese dann in eine Münze umzutauschen. Der erste Spieler, der über 5 Münzen verfügt gewinnt. Dazu hat jeder Spieler noch 3 Sonderkarten zum einmaligen Einsatz.
Wie schon Kniziatypisch hält das Spiel recht wenige Regeln bereit und besitzt doch ein großes Maß an Tiefgang. Die Spielentwicklung gestaltet sich als sehr spannend und setzt viel Spielspaß frei.
Leider kann das Spielende nicht voll überzeugen. Entweder ein Spieler wird zum Königsmacher, oder es gelingt einem Spieler mithilfe einer zufällig gezogenen Karte das Spiel zu beenden. Es ist kaum möglich das wirklich zu verhindern. Das trübt den positiven Gesamteindruck leider etwas. Hier wäre mehr drin gewesen.

 

Mykerinos -Ystari 2006

Mykerinos -Ystari 2006 Nach dem Überflieger Caylus hat es Mykerinos recht schwer zu bestehen, auch wenn es nicht dessen Anspruch hat. Mykerinos ist in erster Linie Mehrheitenspiel, denn die Mehrheiten benötigt man, um die Charakterkarten zu erwerben. Durch Verzicht dieser hat man die Möglichkeit einen Einflussstein ins Museum zu platzieren. Dieser ist nötig um den Wert der erworbenen Charakterkarten zu erhöhen und so bei Spielende viele Punkte abzugreifen. In diesem Dilemma steckt man doch ziemlich während des gesamten Spiels. Insgesamt ein sehr ordentliches Spiel, bei dem es allerdings nicht zu  einer höheren Wertung reicht, da es doch zu wenig wirklich Neues bietet. Kritikpunkte sind außerdem die sehr konstruiert wirkende Zweispielervariante, sowie die sehr unleserliche Anleitung (durch zu kräftige Hintergrundgrafiken).

 

Myrmes -Ystari 2012

Myrmes -Ystari 2012 Wir führen unsere Ameisenkolonie durch 3 Jahre und versuchen möglichst viele Punkte zu generieren. Da bekommt man neue Eier, Soldaten, Arbeiter, lässt letztere Felder anlegen und Rohstoffe ernten. dabei werden die Soldaten auf diverses Viehzeug losgelassen und man entwickelt sich weiter, was erlaubt bessere Felder anzulegen und dementsprechend mehr zu ernten. Gegen Ende lassen sich noch diverse Opfer bringen, um ordentlich Punkte zu machen.
Das unverbrauchte Thema weckt gleich das Interesse, doch wo bitteschön kommt das wirklich durch? Nüchtern auf die Mechanismen reduziert sich alles auf staubtrockene Punkteoptimierung bei größter Mangelverwaltung, die mir zuletzt in ähnlicher Form Grand Cru verleidet hat. Zu behäbig kommt die Entwicklung voran, spürt man das Erfolgserlebnis. Spätestens wenn der Raum auf dem Brett eng wird, zeigt sich, dass Raumgewinnung das A und O des Erfolges ist und welche Spieler keine Chance mehr auf den Sieg haben werden. Myrmes verzeiht keine ehler und das sorgt für Frust. Spielspaß definiere ich anders.

Bewertung


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